FoxESS EP5 Speicher: 5,18 kWh, Aufbau und der Unterschied zur EP6
Ihr persönlicher Speicher-Festpreis
Ein paar kurze Fragen — danach rechnen wir Eigenverbrauch, Unabhängigkeit und Festpreis für Ihren Speicher.
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Ein Speicher lohnt sich nur zusammen mit eigener Erzeugung
Die kurze Antwort vorweg: Die FoxESS EP5 ist das Hochvolt-Speichermodul von FoxESS mit 5,18 kWh Nennenergie, 192 V Nennspannung und 90 Prozent Entladetiefe. Bis zu vier Module werden zu einem System von 20,8 kWh gestapelt. Damit ist sie der Einstieg in die FoxESS-Speicherwelt — kleiner und günstiger als die EP6, mit derselben Technik darunter.
Was die EP5 ist
Die EP5 ist ein einzelnes Batteriemodul auf LiFePO4-Basis (Lithium-Eisenphosphat). „EP" steht bei FoxESS für die Hochvolt-Batterieserie, die an den Hybrid-Wechselrichtern der H-Serie hängt. Ein Modul bringt 5,18 kWh Nennenergie bei 192 V Nennspannung, der Arbeitsbereich liegt zwischen 174 und 219 V.
Das ist kein fertiger Speicher im Schrank, sondern ein Baustein. Die eigentliche Anlage entsteht erst aus Modul plus Wechselrichter: Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom aus der Batterie in Haushaltswechselstrom, die EP5 liefert die Kapazität dahinter. Jedes Modul bringt ein eigenes BMS mit, das die Zellspannungen überwacht und vor Tiefentladung und Überladung schützt.
Die Zahlen im Datenblatt
Die Werte, die bei der Auslegung zählen, pro Modul:
- Nennenergie: 5,18 kWh, nutzbar rund 4,7 kWh (90 % Entladetiefe)
- Nennspannung: 192 V, Arbeitsbereich 174–219 V
- Max. Lade-/Entladestrom: 27 A (empfohlen 13,5 A)
- Peak-Entladung: 65 A für 60 Sekunden
- Zellen: LiFePO4, prismatisch
- Zyklen: über 4.000, bei 25 °C bis 6.000
- Stapelbar: bis zu 4 Module, maximal 20,8 kWh
- Schutzart: IP65, Innen- und Außenaufstellung
Die 90 Prozent Entladetiefe sind der Wert, der den Unterschied zur Nennenergie macht. 5,18 kWh steht auf dem Modul, realistisch nutzbar sind rund 4,7 kWh — der Rest bleibt als Schutzpuffer in den Zellen, damit die Batterie nicht an die chemische Untergrenze fährt.
Wo die EP5 in den Markt passt
Die EP5 profitiert von einer Entwicklung, die den ganzen Speichermarkt 2026 prägt. Lithium-Eisenphosphat-Zellen kosten auf Weltmarktniveau nur noch rund 50 bis 70 US-Dollar pro kWh — etwa ein Drittel des Preises von 2020. Installierte Heimspeicher liegen in Deutschland deshalb bei 450 bis 900 Euro pro kWh, ein historisches Tief und rund 40 Prozent unter dem Niveau von 2022.
Für die EP5 heißt das konkret: Ein Modul ist die günstigste Art, in einen FoxESS-Speicher einzusteigen. Wer heute nur einen Teil seiner Dachfläche belegt und den Speicher klein hält, kann später ohne Technologiewechsel aufstocken — vier Module tragen dieselbe Chemie, dasselbe BMS und denselben Anschluss wie eines.
Ein Modul, dann nachrüsten statt sofort voll
Dazu eine Erfahrung, die sich im Bestand wiederholt. Eine Familie aus dem Düsseldorfer Umland hat im vergangenen Jahr eine Anlage mit einem einzigen EP5-Modul geplant, weil die Rechnung mit der vorhandenen 6-kWp-Dachfläche mehr Speicher schlicht nicht hergab. Ein Jahr später kam ein Elektroauto dazu, der Verbrauch stieg, und der Speicher wurde um zwei weitere Module auf 15,5 kWh aufgestockt.
Der Punkt ist nicht, dass man klein anfangen soll. Der Punkt ist, dass die EP5 diese Entscheidung offen hält. Ein nicht erweiterbarer Kompaktspeicher zwingt am Tag eins zur Vollausstattung — wer falsch dimensioniert, zahlt für Kapazität, die er nie abruft. Mehr zur richtigen Größe steht im Ratgeber zur Speichergröße.
EP5 gegen EP6: der Unterschied
Die Frage nach dem Unterschied zur EP6 taucht bei jeder Auslegung auf, weil beide Module äußerlich dieselbe Rolle spielen. Drei Punkte trennen sie:
Erstens, die Kapazität. Die EP6 bringt 5,76 kWh pro Modul statt 5,18 kWh — rund elf Prozent mehr. Das klingt nach wenig, macht im Vierer-Stapel aber 23,04 kWh gegenüber 20,8 kWh.
Zweitens, der Strom. Die EP6 entlädt mit maximal 30 A statt 27 A. Für ein Einfamilienhaus ist das selten der entscheidende Unterschied; er wird relevant, wenn die Batterie kurzzeitig hohe Lasten wie eine Wallbox oder einen großen Verbraucher mitpuffern soll.
Drittens, Gewicht und Preis. Die EP6 wiegt 51 kg pro Modul und ist die teurere Klasse. Die EP5 bleibt die günstigere Einstiegsklasse — wer unter 10 kWh plant, bekommt mit ihr dieselbe Technik für weniger Geld.
Die Zahl, auf die keiner schaut
Und damit zum unbequemen Teil: Beim Speicherkauf diskutieren alle über die Kilowattstunde — und übersehen die Zyklen. 5,18 oder 5,76 kWh klingen nach einer Kaufentscheidung, aber die Frage, ob ein Speicher sich rechnet, entscheidet nicht die Kapazität am Tag eins, sondern wie oft er sie über sein Leben abgibt. Über 4.000 Zyklen bei 90 Prozent Entladetiefe heißen: eine EP5 liefert in ihrem Leben grob 18.000 kWh nutzbaren Strom. Wer das über den aktuellen Strompreis rechnet, sieht schneller, ob sich ein zweites Modul lohnt — oder ob das Geld im Wechselrichter besser angelegt ist.
Genau deshalb ist „der beste Speicher" keine Kapazitätsfrage, sondern eine Auslegungsfrage. Turn Solar ist Premier Partner von FoxESS und hat über 2.000 PV-Projekte in NRW realisiert. Die Erfahrung daraus ist simpel: Wer die EP5 als Baustein denkt und nachrüstet, wenn der Verbrauch es verlangt, zahlt selten für Speicher, der leer herumsteht.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Kapazität hat die FoxESS EP5?
Ein Modul hat 5,18 kWh Nennenergie bei einer Nennspannung von 192 V. Die nutzbare Kapazität liegt durch die Entladetiefe von 90 Prozent bei rund 4,7 kWh pro Modul. Bis zu vier Module lassen sich zu einem System von 20,8 kWh stapeln.
Ist die EP5 eine Hochvolt- oder Niedervolt-Batterie?
Eine Hochvolt-Batterie. Der Arbeitsbereich liegt bei 174 bis 219 V, die Nennspannung bei 192 V. Hochvolt heißt in diesem Segment: höhere Lade- und Entladeleistung bei dünneren Strömen, dafür zwingend ein kompatibler FoxESS-Hybridwechselrichter.
Wie viele EP5-Module kann man stapeln?
Bis zu vier Module parallel, also maximal 20,8 kWh. Die Module lassen sich auch nachträglich aufstocken, solange der Wechselrichter die zusätzliche Batterie-Leistung aufnimmt. Ein BMS pro Modul überwacht die Zellen dabei einzeln.
Was ist der Unterschied zwischen EP5 und EP6?
Beide sind Hochvolt-Module mit 192 V Nennspannung und derselben Technik. Die EP6 hat mit 5,76 kWh etwas mehr Kapazität pro Modul, einen höheren Lade-/Entladestrom von 30 A statt 27 A und stapelt bis 23,04 kWh. Die EP5 wiegt weniger und bleibt die günstigere Einstiegsklasse.
Mit welchem Wechselrichter funktioniert die EP5?
Mit den dreiphasigen Hybrid-Wechselrichtern von FoxESS, in erster Linie der H3-Serie. Die Batterie kommuniziert über CAN mit dem Wechselrichter und wird über die FoxCloud-App eingebunden. Weitere Details zur Auslegung stehen im Ratgeber zum FoxESS H3.
Wie lange hält die FoxESS EP5?
Die Zellen sind auf über 4.000 Ladezyklen ausgelegt, bei 25 °C und 90 Prozent Entladetiefe bis 6.000 Zyklen. Bei einem typischen Ein-Zyklus-pro-Tag-Betrieb entspricht das mehr als zehn Jahren, bevor die Kapazität merklich nachlässt. Entscheidend ist die Zellchemie LiFePO4, die weniger schnell degradiert als ältere NMC-Zellen.
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