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FoxESS EP6 Speicher: 5,76 kWh, Heizfunktion und der Unterschied zur EP5

Turn Solar Team11. September 20265 Min. Lesezeit

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Die kurze Antwort vorweg: Die FoxESS EP6 ist das Hochvolt-Speichermodul von FoxESS mit 5,76 kWh Nennenergie, 30 A Lade-/Entladestrom und integrierter Heizfunktion. Bis zu vier Module werden zu einem System von 23,04 kWh gestapelt. Sie ist der größere Bruder der EP5 — rund elf Prozent mehr Kapazität pro Modul, dieselbe Technik darunter.

Was die EP6 ist

Die EP6 gehört zur Hochvolt-Batterieserie von FoxESS und hängt an den Hybrid-Wechselrichtern der H-Serie. Ein Modul bringt 5,76 kWh Nennenergie bei einer Nennspannung von 192 V, der Arbeitsbereich liegt zwischen 174 und 219 V. Die Zellchemie ist Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4) — die gleiche Chemie, die sich im gesamten FoxESS-Speichersegment durchgesetzt hat.

Wie die EP5 ist auch die EP6 kein fertiger Speicher im Schrank, sondern ein Baustein. Das Modul liefert die Kapazität, der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom in Haushaltswechselstrom. Jedes Modul bringt ein eigenes BMS mit, das die Zellspannungen einzeln überwacht und vor Tiefentladung und Überladung schützt.

Die Zahlen im Datenblatt

Die Werte, die bei der Auslegung zählen, pro Modul:

  • Nennenergie: 5,76 kWh, nutzbar rund 5,2 kWh (90 % Entladetiefe)
  • Nennspannung: 192 V, Arbeitsbereich 174–219 V
  • Max. Lade-/Entladestrom: 30 A
  • Wirkungsgrad: über 95 % (Round-Trip)
  • Zellen: LiFePO4, mit integriertem Heizelement
  • Gewicht: 51 kg pro Modul
  • Maße: 380 × 640 × 185 mm
  • Schutzart: IP65, Innen- und Außenaufstellung
  • Stapelbar: bis zu 4 Module, maximal 23,04 kWh
  • Betriebstemperatur: −25 bis 55 °C

Die 90 Prozent Entladetiefe sind der Wert, der den Unterschied zwischen Datenblatt und Alltag macht. 5,76 kWh steht auf dem Modul, realistisch abrufbar sind rund 5,2 kWh — der Rest bleibt als Schutzpuffer in den Zellen, damit die Batterie nicht an ihre chemische Untergrenze fährt.

Heizung und IP65: die zwei Punkte, die den Aufstellort bestimmen

Zwei Ausstattungsmerkmale entscheiden, wo die EP6 sinnvoll steht. Erstens die Schutzart IP65: Das Modul ist gegen Staub und Strahlwasser geschützt und darf damit auch im Freien stehen. Zweitens die integrierte Heizfunktion: Bei niedrigen Temperaturen erwärmt ein Heizelement die Zellen, damit Lade- und Entladeleistung auch bei Frost erhalten bleiben.

Das sind keine Deko-Angaben. Eine Batterie, die im unbeheizten Raum oder außen steht, verliert bei Minusgraden spürbar an Ladeleistung — die Heizung fängt das ab. Wer die EP6 dagegen im beheizten Keller oder Hauswirtschaftsraum montiert, braucht sie praktisch nie. Daraus folgt die ehrlichste Frage vor dem Kauf: nicht „welches Modul", sondern „wo steht es später".

EP6 gegen EP5: der Unterschied

Die Frage nach dem Unterschied zur EP5 taucht bei jeder Auslegung auf, weil beide Module äußerlich dieselbe Rolle spielen. Drei Punkte trennen sie:

Erstens, die Kapazität. Die EP6 bringt 5,76 kWh pro Modul statt 5,18 kWh — rund elf Prozent mehr. Im Vierer-Stapel macht das 23,04 kWh gegenüber 20,8 kWh.

Zweitens, der Strom. Die EP6 lädt und entlädt mit maximal 30 A statt 27 A. Für ein Einfamilienhaus ist das selten der entscheidende Unterschied; relevant wird es, wenn die Batterie kurzzeitig hohe Lasten wie eine Wallbox mitpuffern soll.

Drittens, Gewicht und Preis. Die EP6 wiegt 51 kg pro Modul und ist die teurere Klasse. Die EP5 bleibt die günstigere Einstiegsklasse — wer unter 10 kWh plant, bekommt mit ihr dieselbe Technik für weniger Geld. Beide Generationen lassen sich im selben Stack mischen, wer nachrüstet, ist also nicht an die erste Entscheidung gebunden.

Vier Module, zwei Stacks: wo die EP6 skaliert

Dazu eine Konstellation, die sich im Bestand wiederholt. Ein Haushalt im Düsseldorfer Umland hat eine Anlage mit FoxESS H3 PRO und zwei Batterieanschlüssen. Geplant war ein Stack aus drei EP6-Modulen — nach einem Jahr kam ein Elektroauto dazu, der Verbrauch stieg, und über den zweiten Anschluss wurde ein weiterer Stack ergänzt. Zusammen stehen jetzt mehr als 40 kWh Speicher im Haus, ohne dass die erste Auslegung rückgebaut werden musste.

Der Punkt ist nicht, dass man sofort voll bestücken soll. Der Punkt ist, dass die EP6 diese Entscheidung offen hält: Jeder Stack wächst in Vierer-Schritten, und der Wechselrichter nimmt an der H3-PRO-Klasse zwei davon. Wer falsch dimensioniert, zahlt bei einem nicht erweiterbaren Kompaktspeicher für Kapazität, die er nie abruft. Mehr zur richtigen Größe steht im Ratgeber zur Speichergröße.

Die Funktion, für die viele zahlen, die sie nie brauchen

Und damit zum unbequemen Teil: Bei der EP6 kaufen viele die Heizfunktion mit, obwohl die Batterie später im beheizten Keller steht. Das Heizelement ist eine echte Technik-Leistung — für die Außenaufstellung oder die unbeheizte Garage entscheidet sie darüber, ob die Batterie im Januar überhaupt noch vernünftig lädt. Für den typischen Einbau in den beheizten Hauswirtschaftsraum ist sie dagegen eine Ausstattung, die man bezahlt und nie abruft.

Genau deshalb ist „die bessere Batterie" keine Frage von mehr Kilowattstunden oder mehr Features, sondern von Aufstellort und Auslegung. Turn Solar ist Premier Partner von FoxESS und hat über 2.000 PV-Projekte in NRW realisiert. Die Erfahrung daraus ist simpel: Wer erst den Standort klärt und dann das Modul wählt, zahlt weder für Kapazität noch für Heizleistung, die leer herumsteht.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Kapazität hat die FoxESS EP6?

Ein Modul hat 5,76 kWh Nennenergie bei einer Nennspannung von 192 V. Durch die Entladetiefe von 90 Prozent sind rund 5,2 kWh nutzbar. Bis zu vier Module werden parallel zu einem System von 23,04 kWh gestapelt.

Ist die EP6 mit der EP5 kombinierbar?

Ja, die beiden Generationen sind untereinander kompatibel. EP5- und EP6-Module lassen sich im selben Stack mischen, nicht aber mit den älteren EP11/EP12-Modulen. Vor dem Mischen sollte die Firmware beider Module auf demselben Stand sein.

Wie viele EP6-Module kann man stapeln?

Bis zu vier Module parallel an einem Batterieanschluss des Wechselrichters, also maximal 23,04 kWh. An einem FoxESS H3 PRO mit zwei Batterieanschlüssen sind zwei getrennte Stacks mit zusammen bis zu 46,08 kWh möglich.

Was ist der Unterschied zwischen EP6 und EP5?

Beide sind Hochvolt-Module mit 192 V Nennspannung und derselben LFP-Technik. Die EP6 bringt mit 5,76 kWh rund elf Prozent mehr Kapazität, entlädt mit 30 A statt 27 A und wiegt mit 51 kg mehr. Die EP5 bleibt die günstigere Einstiegsklasse.

Hat die FoxESS EP6 eine Heizfunktion?

Ja, die EP6 hat ein integriertes Heizelement, das die Zellen bei niedrigen Außentemperaturen erwärmt. Das erhält die Lade- und Entladeleistung bei Frost. Für die unbeheizte Garage oder die Außenaufstellung ist das relevant, im beheizten Keller wird es kaum gebraucht.

Wird die EP6 an der Wand oder auf dem Boden montiert?

Beides ist möglich. Die EP6 kann bodenstehend oder an der Wand montiert werden, innen wie außen. Die Schutzart IP65 erlaubt die Aufstellung im Freien; bei Außenaufstellung zählt dann die Heizfunktion.

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Ein paar kurze Fragen — danach rechnen wir Eigenverbrauch, Unabhängigkeit und Festpreis für Ihren Speicher.

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