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FoxESS Wallbox: Überschussladen, Datenblatt und Einrichtung im FoxESS-System

Turn Solar Team13. September 20265 Min. Lesezeit

Ihr persönlicher Wallbox-Festpreis

Ein paar kurze Fragen — danach nennen wir Ihnen Ladeleistung, Kabelweg und Festpreis für Ihre Wallbox.

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Die kurze Antwort vorweg: Die FoxESS Wallbox ist eine 11-kW-Ladestation fürs eigene Haus, die den PV-Überschuss direkt aus dem FoxESS-System bezieht — mit drei Lademodi, automatischer Phasenumschaltung und einer App für alles. Der entscheidende Punkt ist nicht die Ladeleistung, sondern dass Wechselrichter, Speicher und Wallbox über einen Hersteller und einen Smart Meter miteinander reden. Wer das System schon hat, bekommt Überschussladen ohne zweiten Laderegler und ohne zweite App.

Das Datenblatt: was die FoxESS Wallbox kann

Die technischen Eckdaten der 11-kW-Variante (L11P bzw. A011K):

  • Ladeleistung: 11 kW, dreiphasig, 16 A pro Phase — über ein fest angeschlagenes Typ-2-Kabel mit 6 m Länge oder eine Typ-2-Steckdose
  • Zugangskontrolle: RFID, zwei Karten liegen bei
  • Kommunikation: WLAN, Bluetooth, LAN, OCPP 1.6 und Modbus TCP/RTU — LAN ist gegenüber dem Vorgänger neu
  • Gehäuse: IP65, also für den Außenbereich geeignet, Maße 320 × 190 × 130 mm bei 3,55 kg
  • Messung: ein integrierter Zähler erfasst die geladene Energie

Daneben gibt es die 7-kW-Variante (L07P), ebenfalls als Kabel- oder Steckdosenversion. Fürs eigene Einfamilienhaus mit Drehstrom ist die 11-kW-Variante die übliche Wahl; wer mehr zu den technischen Unterschieden der Leistungsklassen wissen will, findet sie im Ratgeber zur 11-kW-Wallbox.

Die drei Lademodi — und warum „Grün“ der entscheidende ist

Die FoxESS Wallbox kennt drei Ladeprogramme: Grün, Eco und Schnell. „Grün“ lädt ausschließlich mit selbst erzeugtem Solarstrom — die Wallbox zieht nur so viel Leistung, wie an Überschuss frei ist. „Eco“ mischt Solar- und Netzstrom, „Schnell“ lädt mit voller Leistung, unabhängig vom Wetter.

Der Modus „Grün“ ist der Grund, warum die Wallbox im eigenen System Sinn ergibt. Eine Wallbox mit 11 kW lädt nachts ohnehin mit Netzstrom, das ist technisch trivial. Interessant wird sie, wenn sie am Nachmittag genau die 2 bis 4 kW zieht, die die Anlage gerade einspeisen würde — und der Elektroautostrom dann aus der eigenen Photovoltaik kommt. Wie das Überschussladen grundsätzlich funktioniert und wann es sich lohnt, steht im Ratgeber zum Wallbox-Überschussladen mit PV.

Dazu kommt eine Eigenheit, die viele Überschuss-Steuerungen nicht haben: die automatische Phasenumschaltung. Liegt nur wenig Solarstrom an, schaltet die Wallbox von drei Phasen auf eine um, statt für eine dreiphasige Mindestladung Netzstrom dazuzukaufen. Gerade an bewölkten Nachmittagen mit 1,5 kW Überschuss ist das der Unterschied zwischen „lädt mit Solar“ und „lädt mit Netz“.

Was der Dual Smart Meter damit zu tun hat

Das Überschussladen läuft nicht über die Wallbox allein. Damit sie weiß, wie viel Solarstrom gerade frei ist, braucht sie den FoxESS Dual Smart Meter — er misst Bezug und Einspeisung am Netzanschlusspunkt und meldet dem System die Differenz.

Das ist die Stelle, an der sich Erfahrungen aus dem Alltag trennen: Eine Wallbox, die den Hausverbrauch nicht misst, kann Überschuss nicht von Eigenverbrauch unterscheiden. Sie regelt dann nach grober Schätzung oder gar nicht. Beim FoxESS-System übernimmt der Smart Meter diese Messung zentral — dieselbe Messung, die auch der Wechselrichter für die Speicherregelung nutzt. Es gibt also einen Sensor für das ganze System, nicht einen zusätzlichen Laderegler nur fürs Auto.

Einrichtung über die FoxCloud-App

Die Einrichtung der FoxESS Wallbox läuft über Bluetooth und WLAN in die FoxCloud. Dort taucht die Wallbox neben Wechselrichter und Speicher in derselben App auf — Lademodus, Zeitfenster und Ladeleistung werden an einer Stelle eingestellt.

Das ist der eigentliche Vorteil gegenüber einem gemischten System. Wer einen FoxESS-Wechselrichter und einen FoxESS-Speicher betreibt, sieht Ladestand der Batterie, PV-Erzeugung und Ladevorgang in einer Oberfläche. Wer die Wallbox an einen fremden Laderegler hängt, hat zwei Apps, zwei Logiken und im Zweifel zwei Ansprechpartner. Mehr zu den Geräten, mit denen die Wallbox zusammenarbeitet, steht im Ratgeber zum FoxESS H3 und zum FoxESS-Speicher.

Ein Praxisbeispiel: Eine Familie in der Region Düsseldorf hatte ihre Anlage mit H3-Wechselrichter und Speicher gebaut und ein Jahr später ein Elektroauto angeschafft. Die Frage war nicht „welche Wallbox“, sondern „wer koordiniert den Überschuss“. Die Antwort war dieselbe FoxCloud, die sie schon fürs Monitoring kannten — Lademodus „Grün“, und der Nachmittagsüberschuss ging ins Auto statt ins Netz. Der Umstieg bestand aus einem Gerät und einer App-Erweiterung, nicht aus einem zweiten System.

Der unbequeme Punkt: Überschussladen ist ein System-Feature, kein Wallbox-Feature

Hier der Take, den kaum ein Datenblatt nennt: Wer PV-Überschussladen will, kauft nicht in erster Linie eine Wallbox, sondern ein Mess- und Steuerkonzept. Eine 11-kW-Wallbox mit Typ-2-Anschluss kann jede Marke. Der Unterschied entsteht erst, wenn Überschuss präzise gemessen und geregelt werden muss — und das leistet der Smart Meter in Verbindung mit Wechselrichter und App, nicht die Ladestation als Einzelgerät.

Deshalb ist die ehrliche Reihenfolge beim Kauf: erst prüfen, was für ein System im Haus steht, dann die Wallbox passend dazu wählen. Wer ein FoxESS-System hat, bekommt mit der FoxESS-Wallbox die Überschussregelung geschenkt, die man sich andernorts als Laderegler separat zusammenbaut. Wer kein FoxESS-System hat, sollte die Wallbox nach dem System wählen, das ohnehin da ist — nicht umgekehrt. Turn Solar betreut als Premier Partner von FoxESS über 2.000 PV-Projekte in NRW; bei diesen Anlagen ist die Frage nach der passenden Wallbox meist schneller beantwortet als die nach dem nächsten Dienstwagen.

Häufig gestellte Fragen

Kann die FoxESS Wallbox mit PV-Überschuss laden?

Ja. Im Lademodus „Grün“ lädt sie ausschließlich mit selbst erzeugtem Solarstrom, der sonst ins Netz ginge. Voraussetzung ist die Einbindung ins FoxESS-System über den Dual Smart Meter, der am Netzanschlusspunkt misst, wie viel Überschuss gerade anliegt.

Welche Lademodi hat die FoxESS Wallbox?

Drei: „Grün“ nutzt nur PV-Überschuss, „Eco“ mischt Solar- und Netzstrom, „Schnell“ lädt mit voller Leistung. Ergänzend gibt es zeitgesteuertes Laden, etwa für günstige Nachtstromfenster.

Ist die FoxESS Wallbox dreiphasig?

Die 11-kW-Variante (L11P/A011K) lädt dreiphasig mit 16 A pro Phase. Daneben gibt es eine kleinere 7-kW-Variante (L07P). Beide sind als Kabel- oder Steckdosenversion erhältlich.

Brauche ich für das Überschussladen einen zusätzlichen Sensor?

Ja, das Überschussladen läuft über den FoxESS Dual Smart Meter. Er misst Bezug und Einspeisung am Anschlusspunkt und meldet dem System, wie viel Solarstrom gerade frei ist. Ohne diese Messung kann die Wallbox Überschuss und Hausverbrauch nicht unterscheiden.

Lässt sich die FoxESS Wallbox über die FoxCloud-App einrichten?

Ja. Die Wallbox wird per Bluetooth und WLAN in die FoxCloud eingebunden und dann zusammen mit Wechselrichter und Speicher in einer App gesteuert. Lademodi, Zeitfenster und Ladeleistung werden dort eingestellt.

Ihr persönlicher Wallbox-Festpreis

Ein paar kurze Fragen — danach nennen wir Ihnen Ladeleistung, Kabelweg und Festpreis für Ihre Wallbox.

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