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AIKO Neostar 2S: Datenblatt, Leistung und Preis 2026

Turn Solar Team27. September 202614 Min. Lesezeit

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Bestimmt Statik, Montageart und die passende Anlagengröße

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Die kurze Antwort vorweg: Das AIKO Neostar 2S ist die zweite Generation der ABC-Module von AIKO, mit 440 bis 470 Watt im 54-Zellen-Format und 500 bis 520 Watt im 60-Zellen-Format. Der Wirkungsgrad reicht von 22,1 bis 23,6 Prozent, der Temperaturkoeffizient liegt bei minus 0,26 Prozent pro Grad. AIKO gibt 25 Jahre Produktgarantie und 30 Jahre Leistungsgarantie.

Für die Kaufentscheidung 2026 ist aber eine andere Information wichtiger als jeder Datenblattwert: Das Neostar 2S ist die Vorgängergeneration. Der Nachfolger ist längst im Handel, und der übernächste steht in den Startlöchern. Wer das weiß, kann daraus einen Preisvorteil machen. Wer es nicht weiß, zahlt für ein abgelöstes Modul den Preis eines aktuellen.

Drei Reihen unter einem Namen

Wer nach dem Neostar 2S sucht, findet Modellnummern, die sich in drei Zeichen unterscheiden und technisch verschiedene Module bezeichnen. AIKO baut die zweite Generation in drei Aufbauten:

  • AIKO-A-MAH54Mb — Neostar 2S, 54 Zellen, Glas-Folie, 440 bis 470 Watt, 1757 × 1134 × 30 Millimeter
  • AIKO-A-MAH54Db — Neostar 2S+, 54 Zellen, Glas-Glas, 440 bis 475 Watt, 1757 × 1134 × 30 Millimeter
  • AIKO-A-MAH60Mb — Neostar 2S, 60 Zellen, Glas-Folie, 500 bis 520 Watt, 1954 × 1134 × 30 Millimeter

Die Buchstaben sind kein Marketing, sondern der Aufbau. Das M oder D an Position zwei steht für Glas-Folie oder Glas-Glas, das kleine b oder w am Ende für die Rahmen- und Rückseitenvariante. Ein 54-Zellen-Modul hat 108 N-Typ-Halbzellen im Raster 6 × 18, ein 60-Zellen-Modul 120 Halbzellen. In allen steckt dieselbe Zelltechnik: ABC, also All Back Contact, bei dem alle Kontakte auf der Rückseite sitzen und die Vorderseite ohne Leiterbahnen auskommt.

Genau diese Nomenklatur ist der häufigste Grund, warum Modulangebote nicht vergleichbar sind. Ein Muster, das uns in den letzten Monaten regelmäßig begegnet: Ein Angebot nennt nur „AIKO Neostar 2S 460 Watt", ein zweites „AIKO Neostar 2S+ 460 Watt". Der Unterschied wären hier 21,5 gegen 24,2 Kilogramm pro Modul. Auf einem Dach mit 20 Modulen sind das über 50 Kilogramm zusätzliche Dachlast, die vorher niemand gerechnet hat. Die Lehre ist unspektakulär, spart aber regelmäßig Geld: Nie die Baureihe vergleichen, immer die vollständige Modellnummer.

Die Datenblattwerte im Detail

Für das am häufigsten angebotene Modul der Reihe, das AIKO-A465-MAH54Mb mit 465 Watt, nennt das Datenblatt folgende Werte:

Wert (STC)AIKO-A465-MAH54Mb
Nennleistung465 Wp
Modulwirkungsgrad23,34 Prozent
Leerlaufspannung (Voc)41,12 V
Kurzschlussstrom (Isc)14,29 A
Nennspannung (Vmp)34,68 V
Nennstrom (Imp)13,41 A
Zellen108 N-Typ ABC, Half-Cut
Maße1757 × 1134 × 30 mm
Gewichtrund 21,5 kg
Max. Systemspannung1500 V
Temperaturkoeffizient Pmax−0,26 %/°C
Temperaturkoeffizient Voc−0,22 %/°C
Mechanische Last5400 Pa Schnee / 2400 Pa Wind
SteckerStäubli MC4-EVO2, IP68, je 1200 mm Kabel
Garantie25 Jahre Produkt / 30 Jahre Leistung

Über die ganze 54-Zellen-Reihe hinweg sind die elektrischen Werte identisch aufgebaut, nur der Strom skaliert mit der Leistungsklasse. Wer die Werte für ein 450er oder ein 470er Modul braucht, findet sie in der Modulübersicht zum Neostar 460 — dort stehen die Leistungsklassen der zweiten und dritten Generation nebeneinander.

Wichtig für die Auslegung: Bei minus 10 Grad Celsius, wie sie in klaren Januarnächten in NRW vorkommen, steigt die Leerlaufspannung nach dem Temperaturkoeffizienten von −0,22 Prozent pro Grad um 7,7 Prozent:

41,12 V × (1 + 0,0022 × 35) = 44,29 V

Bei 22 Modulen in einem String landet man damit bei rund 975 Volt, was bei 1500 Volt Systemspannung komfortabel im Rahmen liegt. Wie man diese Zahl belastbar rechnet, steht in der Stringauslegung am Beispiel FoxESS H3.

Wirkungsgrad: warum 23,6 Prozent nicht 23,6 Prozent sind

Der Modulwirkungsgrad ist keine Angabe, die man aus einer Broschüre übernimmt. Er lässt sich aus zwei Datenblattwerten nachrechnen: Leistung geteilt durch Fläche.

Die Fläche des 54-Zellen-Moduls beträgt 1,757 × 1,134 = 1,9924 Quadratmeter. Damit ergibt sich über die Leistungsklassen hinweg:

LeistungsklasseWatt pro m²Wirkungsgrad
440 Wp220,822,1 %
450 Wp225,822,6 %
460 Wp230,923,1 %
465 Wp233,423,3 %
470 Wp235,923,6 %

Die „bis zu 23,6 Prozent", die AIKO für die Reihe nennt, gehören also zum 470-Watt-Modul am oberen Ende. Das 440-Watt-Modul derselben Baureihe liegt bei 22,1 Prozent. Die Baureihe hat keinen Wirkungsgrad, jede Leistungsklasse hat einen eigenen. Für ein 10-kWp-Dach bedeutet das: 22 Module der untersten Klasse brauchen 43,8 Quadratmeter, 22 Module der obersten Klasse 43,8 Quadratmeter. Die Fläche ist identisch, nur die Leistung darauf unterscheidet sich um rund 7 Prozent.

Das ist der eigentliche Hebel. Beim 60-Zellen-Modul mit 2,2158 Quadratmetern Fläche liegen die 500 bis 520 Watt analog zwischen 22,6 und 23,5 Prozent. Wer den Wirkungsgrad als Einkaufskriterium nutzt, vergleicht am Ende nur, wie weit oben in der Leistungsspreizung einer Reihe er einkauft.

Neostar 2S, 2S+ oder 3S: der Generationenvergleich

Die zweite Generation ist nicht mehr die aktuelle. AIKO hat die Neostar-Reihe seit 2022 in vier Generationen weiterentwickelt:

GenerationJahrSpitzenleistungModulwirkungsgrad
Gen 12022570 W22,1 %
Gen 2 (2S / 2S+)2023640 W23,7 %
Gen 3 (3S / 3S+, Infinite)2025680 Wüber 25 %
Gen 4 (Infinite Ultra)2026690 W25,6 %

Die Spitzenwerte der Tabelle gelten für das jeweils größte Format einer Generation. Im 54-Zellen-Format, um das es in diesem Beitrag geht, endet die zweite Generation beim 2S+ bei 475 Watt.

Zwischen dem 2S und dem 3S liegen keine Welten, aber messbare Unterschiede. Das 3S erreicht im gleichen 54-Zellen-Format 475 bis 490 Watt und damit über 24 Prozent Wirkungsgrad. Der Aufbau unterscheidet sich im Detail: Beim 3S werden die Zellen mit InvisiRibbon-Kupferverbindungen, ZeroGap-Layout und Precision Overlap Soldering verbunden, wodurch die Trennlinien verschwinden und die aktive Fläche wächst. Dazu kommt eine höhere Hagelwiderstandsklasse. Zelltechnik, Temperaturkoeffizient und Garantielaufzeiten sind bei beiden Generationen identisch.

Entscheidend für den Preis ist der Status der Reihe. In der 60-Zellen-Klasse ist die dritte Generation inzwischen die Regel: Das Neostar 3S+60 liefert dort 540 Watt bei 24,4 Prozent Wirkungsgrad, das 2S+ trat in derselben Größe mit 500 Watt bei 22,6 Prozent an.

Der Neostar 2S selbst ist damit in einer Position, die man ausnutzen kann: technisch ausgereift, garantietechnisch identisch zur aktuellen Generation, aber im Abverkauf günstiger.

Wer noch weiter nach vorn schaut: Auf der Intersolar Europe 2026 in München hat AIKO die vierte ABC-Generation vorgestellt, 690 Watt bei 25,6 Prozent Modulwirkungsgrad im Format 2382 × 1134 Millimeter. Die Serienfertigung ist für das dritte Quartal 2026 angekündigt, einzelne Datenblattwerte können sich bis zur Serienauslieferung noch ändern. Für ein normales Einfamilienhaus ist diese Generation aber ohnehin nicht die relevante Größe — 690 Watt bedeuten 2,7 Quadratmeter pro Modul, was auf vielen Dächern die Belegung eher erschwert als verbessert.

Was das Neostar 2S 2026 kostet

Im Handel liegt der Marktpreis für Module der zweiten Generation bei rund 0,17 bis 0,21 Euro pro Watt Peak. Konkrete Händlerpreise:

  • Neostar 2S+ 460 Wp (A-MAH54Db): ab 79,90 Euro, bei den meisten Händlern 85 bis 92 Euro — etwa 0,17 bis 0,20 Euro pro Watt
  • Neostar 2S 510 W (A510-MAH60Mb): 95 bis 109 Euro im Einzelhandel — etwa 0,19 bis 0,21 Euro pro Watt
  • Neostar 2S 465 W (A465-MAH54Mb): 97,50 Euro — etwa 0,21 Euro pro Watt

Für private Aufdachanlagen fällt nach § 12 Absatz 3 UStG keine Umsatzsteuer an, der ausgewiesene Preis ist also der Endpreis. Wer gewerblich einkauft, rechnet 19 Prozent drauf. Die Versandkosten sind der unterschätzte Posten: Module kommen auf der Palette, und die Fracht ist bei einem Teil der Händler nicht im Stückpreis enthalten. Bei einer 10-kWp-Anlage verschiebt sie den Preis pro Watt schnell um ein bis zwei Cent. Ein Preisvergleich ohne Versandkosten ist kein Preisvergleich.

Für eine komplette Anlage ist der Modulpreis ohnehin nur ein Baustein. Wie sich Module, Wechselrichter, Speicher und Montagesystem zu einem Endpreis zusammensetzen, steht in der Kostenaufstellung zur Photovoltaik-Komplettanlage.

Teilverschattung: was hinter dem Begriff wirklich steckt

AIKO bewirbt das Neostar 2S mit „Partial Shading Optimization". Das klingt nach einem Messwert, ist aber keiner. Im Datenblatt steht dazu keine Zahl, dort stehen drei Bypass-Dioden — und das ist die Angabe, mit der man arbeiten kann.

Bypass-Dioden teilen das Modul in drei Teilbereiche. Verschattet ein Blatt oder ein Kamin einen Bereich, wird dieser Teilstrang überbrückt, statt den ganzen String herunterzuziehen. Das ist Stand der Technik und keine Besonderheit dieser Baureihe. Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Verschattungsergebnis entsteht deshalb nicht am Modul, sondern an der Planung: Stringlänge, Modulanordnung und die Frage, ob überhaupt Optimierer nötig sind. Wie man das einordnet, steht im Beitrag zur Verschattungsanalyse und wann Optimierer sinnvoll sind.

Die Zelltechnik hilft an einer anderen Stelle. Weil bei ABC alle Kontakte auf der Rückseite liegen, gibt es auf der Vorderseite keine Leiterbahnen, die Schatten werfen oder Hotspots begünstigen. Das ist ein realer Vorteil bei der Haltbarkeit, kein Marketingversprechen.

Montage: warum die Klemmbereiche an der Modellnummer hängen

Der Teil, an dem in der Praxis die meisten Fehler passieren, ist die Befestigung. AIKO gibt im Installationshandbuch für das 54-Zellen-Modul der zweiten Generation einen zulässigen Klemmbereich von 310 bis 410 Millimetern Abstand zur Modulecke an der langen Rahmenseite an, bei 30 Millimetern Rahmenhöhe und einer Last von 5400 Pascal Schnee und 2400 Pascal Wind.

Diese Zahl ist nicht beliebig. Außerhalb des freigegebenen Bereichs erlischt der Garantieanspruch, und andere Montagekonfigurationen brauchen eine schriftliche Freigabe des Herstellers. Der Rahmenrücksprung beträgt an der langen Seite 30 Millimeter, an der kurzen 15 Millimeter — wer die Klemme zu weit außen setzt, klemmt auf dem Rücksprung statt auf dem Rahmen.

Dazu kommen harte Vorgaben, die unabhängig vom Modell gelten:

  • mindestens vier Klemmen pro Modul, Klemmen mindestens 50 Millimeter lang und 3 Millimeter dick
  • Überlappung von Klemme und Rahmen zwischen 8 und 10 Millimetern, das Glas darf nicht berührt werden
  • Mindestens 10 Millimeter Abstand zwischen benachbarten Modulen
  • Bei Bolzenmontage M8 mit 16 bis 20 Newtonmetern Anzugsmoment, Unterlegscheiben ab 1,7 Millimetern Dicke
  • Mindestens 10 Zentimeter Abstand zwischen Rahmen und Dachhaut

Die Angaben gelten für die Montage auf der langen Seite. Bei kurzseitiger Klemmung sinkt die zulässige Last deutlich, weil der Rahmen dort weniger steif ist. Wer das vor der Bestellung klärt und nicht am Montagetag, spart sich eine Diskussion, bei der es am Ende um die Garantie geht. Die Dachausrichtung und die daraus folgenden Lastannahmen sind ohnehin ein eigenes Thema — dazu der Beitrag zur Dachausrichtung und Neigung.

Garantie und Degradation: 25 Jahre, 30 Jahre, 88,85 Prozent

Die Garantiezusage von AIKO für das Neostar 2S lautet 25 Jahre Produktgarantie und 30 Jahre lineare Leistungsgarantie. Die Degradation liegt im ersten Jahr bei höchstens einem Prozent, danach bei höchstens 0,35 Prozent pro Jahr.

Diese 0,35 Prozent sind der Wert, an dem sich die Baureihe einordnen lässt. Über 30 Jahre summiert ergibt das einen garantierten Restwert von mindestens 88,85 Prozent der Nennleistung. Ein 465-Watt-Modul liefert nach dieser Rechnung nach 30 Jahren noch mindestens 413 Watt. Bei einer 10-kWp-Anlage entspricht die Differenz zwischen 88,85 und 100 Prozent rund 1,1 kWp, die über die Laufzeit nicht zur Verfügung stehen — kalkuliert man mit 900 Vollbenutzungsstunden, sind das etwa 1.000 Kilowattstunden pro Jahr in den späten Betriebsjahren.

Ein Vorbehalt gehört dazu: Die Laufzeit der Produktgarantie hängt an der Modellgeneration. Ältere Neostar-Reihen wurden teils mit 15 Jahren Produktgarantie ausgeliefert. Maßgeblich ist immer das Datenblatt der konkreten Modellnummer, nicht die Reihe.

Unabhängig von der Herstellerzusage gibt es zwei externe Belege, die man zur Einordnung heranziehen kann: AIKO ist im Kiwa PVEL 2026 Top Performer-Ranking geführt, und das Unternehmen gehört seit mehreren Jahren zu den BloombergNEF Tier-1-Modulherstellern. Die ABC-Technologie führt das TaiyangNews-Ranking zur Massenproduktions-Effizienz seit März 2023 ununterbrochen an — eine Zahl, die mehr über die Fertigungsqualität sagt als jeder einzelne Wirkungsgradwert.

Wann sich das Neostar 2S rechnet, wann nicht

Die ehrliche Antwort: Das Neostar 2S ist 2026 kein Modul, das man wegen seiner Datenblattwerte kauft, sondern wegen seines Preises.

Sinnvoll ist es, wenn die Dachfläche reichlich ist, keine Verschattung vorliegt und der Preis pro Kilowattstunde Ertrag über die Laufzeit das entscheidende Kriterium ist. Bei 0,17 bis 0,19 Euro pro Watt Peak und einer Garantielaufzeit, die identisch zur aktuellen Generation ist, gibt es wenig Argumente für den Aufpreis einer neueren Baureihe. Wer ohnehin 20 Module unterbringt, gewinnt durch einen Prozentpunkt mehr Wirkungsgrad fast nichts.

Weniger sinnvoll ist es, wenn die Dachfläche knapp ist — bei Gauben, Schornsteinen, verwinkelten Reihenhausdächern oder kleinen Süddächern. Dort entscheidet jedes einzelne Modul darüber, welche Anlagengröße überhaupt möglich ist, und dann zählt die höhere Leistung pro Quadratmeter mehr als der Preis pro Watt. Für diese Fälle ist die dritte Generation die bessere Wahl, für sehr kleine Flächen auch das 60-Zellen-Modul mit 500 bis 520 Watt.

Eine auslaufende Modulgeneration ist kein Mangel. Sie ist ein Preisargument — vorausgesetzt, man vergleicht die vollständige Modellnummer und nicht die Baureihe. Wer zwei Angebote als „AIKO Neostar 2S 460" gegen „AIKO Neostar 2S+ 460" auf den Tisch bekommt, vergleicht zwei verschiedene Module zu einem scheinbar identischen Namen.

Häufige Fragen zum AIKO Neostar 2S

Was ist das AIKO Neostar 2S?

Das Neostar 2S ist die zweite Generation der ABC-Module von AIKO, mit 108 oder 120 N-Typ-Halbzellen. Die 54-Zellen-Reihe läuft als AIKO-A-MAH54Mb mit 440 bis 470 Watt auf 1757 × 1134 Millimetern, die 60-Zellen-Reihe als AIKO-A-MAH60Mb mit 500 bis 520 Watt auf 1954 × 1134 Millimetern. Die Dual-Glass-Variante heißt Neostar 2S+ und trägt die Endung MAH54Db beziehungsweise MAH60Db.

Welche Leistung und welchen Wirkungsgrad hat das AIKO Neostar 2S?

Das 54-Zellen-Modul deckt 440 bis 470 Watt ab, das 60-Zellen-Modul 500 bis 520 Watt. Der Modulwirkungsgrad reicht von 22,1 Prozent in der untersten Leistungsklasse bis 23,6 Prozent beim 470-Watt-Modul, der Temperaturkoeffizient liegt bei −0,26 Prozent pro Grad Celsius. Der Wirkungsgrad hängt an der konkreten Leistungsklasse, nicht an der Baureihe.

Was kostet ein AIKO Neostar 2S im Jahr 2026?

Im Handel liegt der Marktpreis für Module der zweiten Generation bei rund 0,17 bis 0,21 Euro pro Watt Peak, also etwa 79,90 bis 97,50 Euro pro Modul je nach Leistungsklasse und Händler. Für private Aufdachanlagen fällt nach § 12 Absatz 3 UStG keine Umsatzsteuer an. Versandkosten kommen je nach Händler hinzu und können den Preis pro Watt deutlich verschieben.

Wo liegt der Unterschied zwischen Neostar 2S, 2S+ und 3S?

Das 2S ist die zweite Generation, das 2S+ dieselbe Generation in Doppelglas-Bauweise. Das 3S ist die dritte Generation mit 475 bis 490 Watt im selben Format, über 24 Prozent Wirkungsgrad und InvisiRibbon-Aufbau ohne sichtbare Busbars. Die Garantielaufzeiten sind bei beiden Generationen gleich: 25 Jahre Produkt, 30 Jahre Leistung.

Wie viele Jahre Garantie gibt AIKO auf das Neostar 2S?

25 Jahre Produktgarantie und 30 Jahre lineare Leistungsgarantie. Die Degradation liegt im ersten Jahr bei höchstens einem Prozent und in den Jahren zwei bis dreißig bei höchstens 0,35 Prozent pro Jahr. Nach 30 Jahren garantiert der Hersteller damit mindestens 88,85 Prozent der Nennleistung. Maßgeblich ist das Datenblatt der konkreten Modellnummer.

Ist das Neostar 2S noch lieferbar, wenn es die Vorgängergeneration ist?

In der 60-Zellen-Klasse führt AIKO mit dem Neostar 3S+60 inzwischen 540 Watt bei 24,4 Prozent Wirkungsgrad, das 2S+ trat dort mit 500 Watt bei 22,6 Prozent an. Bei der 54-Zellen-Reihe hängt die Verfügbarkeit vom Händler ab, hier lohnt der Blick auf die konkrete Modellnummer. Eine abgelöste Modulgeneration ist kein Nachteil: Sie ist technisch ausgereift und wird günstiger abverkauft als die aktuelle.

Worauf ist bei der Montage des Neostar 2S zu achten?

AIKO gibt für das 54-Zellen-Modul einen Klemmbereich von 310 bis 410 Millimetern Abstand zur Modulecke an der langen Rahmenseite an, bei 5400 Pascal Schneelast und 2400 Pascal Windlast. Außerhalb dieses Bereichs erlischt der Garantieanspruch, andere Konfigurationen brauchen eine schriftliche Freigabe des Herstellers. Bei Bolzenmontage sind M8-Schrauben mit 16 bis 20 Newtonmetern Anzugsmoment und Unterlegscheiben ab 1,7 Millimetern vorgeschrieben.

Was am Ende zählt

Das AIKO Neostar 2S ist ein ausgereiftes Modul der zweiten ABC-Generation: 440 bis 470 Watt im 54-Zellen-Format, bis 23,6 Prozent Wirkungsgrad am oberen Ende der Reihe, minus 0,26 Prozent pro Grad Temperaturkoeffizient und 30 Jahre Leistungsgarantie mit 88,85 Prozent garantiertem Restwert. Der Preis liegt 2026 bei rund 0,17 bis 0,21 Euro pro Watt Peak.

Die wichtigste Entscheidung ist deshalb keine Datenblattfrage, sondern eine Verfügbarkeitsfrage. Das 2S ist die Vorgängergeneration, in der 60-Zellen-Klasse führt AIKO längst die dritte Generation, und wer heute ein Angebot prüft, sollte auf der vollständigen Modellnummer bestehen — nicht auf der Baureihe und nicht auf dem Wattwert. Bei knapper Dachfläche führt der Weg zur dritten Generation, bei reichlich Fläche ist die zweite die günstigere Wahl.

AIKO gehört zu den Modulmarken, mit denen wir bei Turn Solar planen. Über 2.000 PV-Projekte in NRW haben wir seit 2020 geplant und koordiniert. Welche Modulklasse auf ein Dach gehört, entscheidet am Ende nicht der Wattwert im Datenblatt, sondern die Belegungsplanung: Wie viele Module passen auf welche Fläche, und welche Leistungsklasse bringt dort den höchsten Ertrag. Genau dafür gibt es die Foto-Dokumentation aus acht definierten Perspektiven und die Auswertung durch unser zentrales Team.

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